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Reiner Eckel

Samstag 26.März - 22:54 Uhr

Brandmauern und Neuigkeiten. Die Zweite.

 

Wie das Bild in den Header kommt wissen wir. Was aber war doch noch gleich die Geschichte der Skizze für das spätere Bild? Es war die Geschichte von Nebel und Frost und dunklen Dalben. 


 

Die Vorgeschichte zum Blog vom 19. Januar.

 

Manche Silvesternacht ist so wie die im Vorjahr. Du sitzt abends bei Essen und Trinken, sprichst über die Dinge des Lebens. Ein wenig Melancholie befällt dich. Dann begrüßt du das Neue Jahr und irgendwann schläfst du in den ersten Tag.

Dieses Mal war alles anders an diesem Silvesterabend. Jedenfalls am Neujahrsmorgen gegen zwei. Noch immer hatte ich meinen Melancholischen als ein guter Freund klingelt. An Silvester ist das nicht wirklich ungewöhnlich. Bis auf die Frage ob du mit nach Warnemünde kommst. „Ein bischen zeichnen,“ sagt der Freund mit den blauen Augen und dem Rucksack auf dem Rücken.

 

 

Eine lange Bahnfahrt mit viel Umsteigen und warten also ist die Begrüßung des neuen Jahres. Warnemünde begrüßt uns in sanftfeuchten Morgengrau. Dieses Nebelgrau das dich den Möwenruf vom Strand so nahe fühlen lässt als wollte die Möwe dir eben aus der Hand fressen. Die aber sucht tief in der Tasche vergraben die Wärme der Oberschenkel. Es ist kalt dieses feuchte Grau.

Wir trinken schweigend Tee in der Fischerklause am Alten Strom. Ein Nebelhorn dumpft übers Meer und ruft uns. Fröstelnd suchen wir uns einen Platz. Auf dem Weg über die Brücke zur Fischerklause sah ich die roten Laiber der Kutter im Nebel wie eingewoben liegen. Leicht weiß frostgerauht und unbeweglich voll einer Stille von der ich nicht wusste wie sie einzufangen ist. Weißes Papier und schwarze Kohle für dieses Gewaber aus Nässe und Farbe und Licht.

Dunkel und unheimlich standen die Dalben. Und es war kalt an diesem Neujahrsmorgen am Alten Strom. Also hielt ich mit grobem Strich die Konturen der Boote fest und zog den Schwung Ihrer hölzernen Körper. Kein Wischen von Schatten und Tönen in den dicken Handschuhen. Noch einige Züge für die Leinen. Farben und Töne musste die Erinnerung bringen. Irgendwann.

Irgendwann war dann dieser Moment:

"Ich weiß noch den Moment als ich an der Drucke die defekte Spindel entdeckte. Wut und Schwindel packten mich, ließen mich die Walzen nehmen und wild auf der weißen Pappe herumwerkeln. Eigentlich die Ablage für die eingefärbten Handwalzen musste sie jetzt die Blitze in mir ableiten. Bis mein Blick erst auf die wilden Walzenbahnen auf der Pappe und dann auf die Hafenskizze an der Wand fiel.

Der Rest bis zum fertigen Winterhafen dauerte einen Tee und ein paar Minuten. So kam der Winterhafen in den Header."

Nur wenige Striche von den Kuttern am Alten Strom waren zu sehen an der Wand in jener Nacht mit dem Wutanfall. Die und die plötzlich ganz nahe Erinnerung an jede Farbe, jeden Schatten, jeden Ton. So entstanden aus einer Skizze zwei Bilder und zwei Geschichten.


Tags: Zeitz Kunst 

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Samstag 26.März - 22:51 Uhr

Eine Woche nach der Wahl. Nicht unpolitisch aber schön.

 

Eine Woche nach der Wahl. Die Plakate sind entsorgt, die Rechnungen werden bezahlt. Und auch sonst ist jede Menge aufzuräumen. Auch innen.

Eine Woche nach der Sachsen-Anhalt-Wahl kommentieren die Medien Bilder aus Magdeburg. Sie sprechen von „glücklichen Politikern“. Da wird es nun Zeit, etwas anderes zu machen. Schönes. Schönes muss ja nicht unpolitisch sein.

Eine Woche nach der Wahl zeigt sich ein klarer Trend. Sollte ich deshalb etwa schwarz malen?

 

Ach übrigens. Nach Wahlen gibt es jede Menge aufzuräumen. Da stehen die Webpräsenzen in der Gegend herum, haufenweise Lutscher und Luftballons liegen neben Flyern.

Was mache ich damit?:

EckelsBlognotizen, das Wahlkampftagebuch mache ich Ende April zu und werde nur noch hier bloggen.
Meine Kandidatenseite reinereckel.de werde ich irgendwie umpolen und „Politik mit Herz“ auf Facebook melde ich Ende April ab.

Eckels Art wird neu belebt. Darauf freue ich mich schon jetzt.  Und auch sonst werde ich mich auch am politischen Zeitgeschehen abarbeiten.


Tags: Wahlen SPD 

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Donnerstag 17.März - 13:52 Uhr

Früher aufstehn: Eckel vs. Eckel. Interview Teil 2.

 

„Manche sammeln sich vor Wahlen die Unterstützer ein. Ich will die Betriebe nach den Wahlen als Partner unterstützen. Das ist mir praktikabler,“ sagt Kandidat Eckel im Gespräch mit Bürger Eckel Eckel. Heute: Fortsetzung des Gesprächs über Wirtschaft und Arbeit.

 


 

Bürger Eckel: Sie haben mich aber warten lassen. Bisher haben wir die „großen Linien“ besprochen. Mal zurück in heimische Gefilde. Was sagen Sie einem kleinen Handwerker, was er von Ihnen zu erwarten hat?

Kandidat Eckel:

Er sollte wissen, dass ich gut weiß wo den Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben in der Region der Schuh drückt.
Die spüren als Erste, wenn die Leute kein Geld in den Taschen haben. Auch das ein Grund, gesetzliche Mindestlöhne einzufordern.

Bürger Eckel: Stopp mal, bringt nicht gerade die ein Mindestlohn an ihre Grenzen?

Kandidat Eckel:

Nein, in der Regel wird in dem Bereich eben nicht weniger als die 8,50 € gezahlt, die die SPD als Mindestlohn fordert.
Aus Gesprächen weiß ich, die meisten würden das begrüßen, weil sie natürlich wissen: wer mehr Geld in der Tasche hat ist auch eher bereit, eine Leistung einzukaufen.

Was mich aber auch juckt sind ein paar hausgemachte Probleme, die gerade den „Kleinen“ zu schaffen machen. Oft genug erleben wir, dass Ausschreibung und Vergabe öffentlicher Bau- und Dienstleistungen nicht Handwerks gerecht erfolgen. An dem Thema sind wir dran, dass die öffentliche Hand unter Vorgaben Teilausschreibungen nach Gewerken vornimmt. Das ist leider nicht immer Praxis.

Auch wegen solcher Dinge will ich den regelmäßigen Austausch mit Innungen/Innungsbetrieben und kommunalen Partnern. Manche sammeln sich vor Wahlen dort die Unterstützer ein. Ich will sie nach den Wahlen als Partner. Das scheint mir entschieden praktikabler.

Bürger Eckel: „Ein paar hausgemachte Probleme“…was gibt es da noch?

Kandidat Eckel:

Gut, das ist zwar nicht Landespolitik, aber manchmal scheint vergessen zu werden, was eigentlich Wertschöpfung bringt. Das sind eben nicht Gebühren für Werbung und Standpräsentationen für Stadt- und Gemeindesäckel. Den mehr als 2.500 Handwerksbetrieben im Burgenlandkreis kann geschickte Kommunalpolitik schon hier unter die Arme greifen. Schließlich wird Geld durch Umsätze verdient, nicht durch Gebühren. Ich muss auch dran erinnern, dass die Mehrzahl der Ausbildungsverträge im Handwerk und in kleinen und mittelständischen Unternehmen geschlossen werden. Auch dafür lohnt sich sich Entlastung immer.

Wesentlich wird auch sein, ob wir den noch immer unterdurchschnittlichen Industriebesatz verbessern können.  Ich bin sicher, wenn wir die industrielle Basis deutlich verbessern, dann wird das auch im Handwerk spürbar. Sowohl auf der Seite der direkten Dienstleistungen für die Industrie, aber auch durch die Lohnverbesserungen für die Menschen die hier wohnen.

Bürger Eckel: Ich frage mich gerade, ob das nicht eine Ausrede ist, weil ja die öffentlichen Haushalte schrumpfen und damit auch öffentliche Aufträge.

Kandidat Eckel:

Was heißt hier Ausrede. Ich weise mal auf das Programm Stark III hin, mit dem wir alle Schulen und KITAS sanieren wollen. Das müssen wir in der kommenden Legislatur machen, danach bekommen wir die 600 Mio nicht mehr gewuppt. Hiervon werden übrigens eben die Handwerksbetriebe etwas haben.

Und an dem Ziel, die industrielle Basis hier zu verbreiten lasse ich auch nicht abbeißen. Das ist doch in einer Region wo Industrie akzeptiert ist vollkommen klar.

Bürger Eckel: Wir werden ja Bildung und Ausbildung noch extra besprechen, aber schon einmal hier die Frage nach Ihrer Position und Ihren Zielen.

Kandidat Eckel:

Ich bin ja nun ein Verfechter der dualen Ausbildung. Eine bessere Ausbildungsform gerade im gewerblichen Bereich ist mir nicht bekannt.
Nun klagen Unternehmen nicht zu unrecht über zunehmend mangelnde Eignung bei Bewerberinnen und Bewerbern. Auch im Handwerk ist das so. Wo doch gerade hier der eigene Nachwuchs ausgebildet wird.

Was nun die Eignung und Berufsvorbereitung betrifft, daran müssen wir arbeiten. Das ist ein Grund, weshalb wir die Sekundarschulen stärken wollen. Es gibt jede Menge Projekte im Bereich der Berufsvorbereitung. Mein Ziel ist aber, dass wir mittelfristig von Projekten zu schulischen Standards kommen.

Es kann ja nicht sein, dass wir im Ländervergleich auf der einen Seite das meiste Geld in Bildung stecken und auf der anderen Seite nahezu 25% im ersten Ausbildungsjahr abbrechen, weil sie mit falschen Vorstellungen angetreten sind. Das müssen wir ändern!

Bürger Eckel: Ein Vorwurf an Schule?

Kandidat Eckel:

Nein, überhaupt nicht. Ich kenne 60 Schulen im Land von innen und weiß, was sie hier leisten. Gerade im Burgenlandkreis ist das Thema Schulpartnerschaften und Kooperation Wirtschaft/Schule hoch angehängt. Aber wir brauchen an den Schulen erstens die Ressourcen und zweitens klare Standards, wenn wir die Wirksamkeit berufsorientierender Maßnahmen erhöhen wollen.

Und damit meine ich nicht UTP. Das war auch nicht das Allheilmittel, hört sich für viele nur gut an.

Bürger Eckel: Hört sich gut an, was Sie sagen.

Kandidat Eckel:

Ist auch gut und ich bin da optimistisch, dass uns hier etwas gelingt.

> zu Eckels Zielen

 


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Mittwoch 16.März - 20:57 Uhr

Eckel: Die Union umstrahlt eine Aura der Verlogenheit.

 

Von „einer Aura der Verlogenheit umstrahlt“ sieht Reiner Eckel die Bundesregierung in ihrer Energiepolitik. Die Union untergrabe die Glaubwürdigkeit von Politik nachhaltig mit der „Verarsche“ Moratorium.


 

Laufzeiten für Atomkraftwerke Bundessache?
Hat nichts mit Landespolitik zu tun? Von wegen.


 

Nachdem soeben Bundesumweltminister Röttgen verlautbarte, er könne sich eine Halbierung der Laufzeiten der Kernkraftwerke vorstellen kam umgehend die Korrektur. Der Bundesregierung. Als solche. Das sei nur eine persönliche Meinung und nicht die der Regierung. Herr Röttgen mit persönlicher Meinung. Verlogener geht es nun nicht mehr. In diesen Tagen ist diese Bundesregierung umstrahlt von einer Aura der Verlogenheit.

Binnen Monaten werden Strombedarf und Reaktorsicherheit „moratorisch“ verdreht und die Glaubwürdigkeit der Politik nachhaltig untergraben. Derweil macht sich die Welt berechtigt Sorgen um Japan. Und macht sich um mehr Sorgen als „nur“ um Japan.

Noch vor Monaten war „energiepolitisch das Abschalten von Kernkraftwerken unmöglich“. Dies zu fordern sei reine Ideologie besessener Umweltfetischisten denn

„unsere Kraftwerke sind die sichersten der Welt“ und „dieses Energiekonzept ist revolutionär“, ließ Frau Merkel vor nicht einmal einem Jahr die Welt wissen.

Kurz danach erklärte die Bundesregierung den Ausstieg vom Ausstieg und ließ den Bundestag mit Unionsmehrheiten die Laufzeitverlängerung um bis zu 25 Jahre beschließen.

Ausstieg vom Ausstieg? Von wegen. Nicht für den CDU-Spitzenkandidaten Haseloff. Der erklärte den Großteil der Zuschauer des mdr-Treffs mit Spitzenkandidaten für weltfremd, indem er nachfolgenden nun wirklich nahezu dümmlichen Satz sagte:

Der Vorwurf des Ausstiegs vom Ausstieg ist falsch. Wir bleiben beim Ausstieg. Schließlich haben wir nur die Laufzeiten verlängert.“

Kopfschütteln und Lachen bei den offensichtlich ziemlich wachen und durchaus mündigen Zuschauerinnen und Zuschauer im Studio.

Wer glaubt denn wirklich, dass ein  dreimonatiges Moratorium und die angekündigte Abschaltung von acht Kernkraftwerken nichts mit den bevorstehenden Landtagswahlen zu tun hätte? Ich jedenfalls nicht. Machen die katastrophalen Ereignisse in Japan die heimischen Meiler plötzlich so unsicher, dass sie überprüft werden müssen?
Oder machen eher die Folgen des unsinnigen Laufzeitbeschlusses Frau Merkel unsicher, dass es der UNION Stimmen kosten könnte?

„Wir sind handlungsfähig“ ist die Pose. Die irgendwie gestellt wirkt. Gestellt wie ein Großflächenplakat für die Landtagswahl. Wetten, dass diese Bundesregierung nicht gezuckt hätte würden jetzt  nicht zwei Landtagswahlen anstehen?
Für mich ist dieses Moratorium, Entschuldigung, die blanke Verarsche. Ich finde das schlimm und diese Machart untergräbt nachhaltig die ohnehin schon ramponierte Glaubwürdigkeit der Politik.

 

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Tags: Atomenergie CDU 

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Mittwoch 16.März - 00:16 Uhr

Wie Pinseltupfer auf der Seele. Klaviertrio begeistert im Kürbiskern.

 

„Musikalische Reise“ im Theater Kürbiskern frenetisch gefeiert. Junges „Klaviertrio“ begeistert Zeitzer Publikum. Werke von Schubert, Piazzola und Saint-Saens perfekt vorgetragen.

„Ich kann sie noch wie Pinseltupfer auf der Seele spüren,“ sagte Reiner Eckel über die eben gehörte Musik.

 

Ein begeistertes Publikum holte sich schon zur Pause mit langem Applaus die jungen Künstler des Klaviertrios Bastian.Weihrauch.Rösler. zurück auf die Bühne. Die etwa vierzig Besucher erlebten im Theater Kürbiskern eine zauberhafte musikalische Reise.

Was Veranstalter Eckel ohne es vorher zu kennen als „das besondere Konzert“ ankündigte – es wurde das besonderes Konzert. Das konnte bei den hochkarätigen Solisten nicht überraschen.

„Harmonisch und leidenschaftlich, sensibel und impulsiv vorgetragen.“ (Besucher)

Wien-Paris-Buenos Aires“ hieß die musikalische Reise mit Werken von Schubert, Piazzola und Saint Saens.
Sie führte durch die Wiener Künstlerszene zu Zeiten von Franz Schubert, ließ an lustvoll verruchten Tangonächten in Buenos Aires mit Astor Piazzola teilhaben um am Schluss Pariser Gassen in ein Meer impressionistischer Farbtupfer zu tauchen. Camille Saint Saens wunderbare Musik entließ das Publikum heiter beschwingt und besinnlich in den Abend.

Ob diese heiter besinnliche Stimmung am Ende der Grund war für die guten Spenden zur Unterstützung der jungen Künstler bleibt stilles Geheimnis. So still und geheim wie das, was jeder für sich in sich fühlt bei solcher Musik.

„Ein gelungener Abend bei wunderbarer Musik mit hervorragenden Solisten.“ (Besucherin)

Programm und Vita der Künstler


Tags: Zeitz Kunst Theater 

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