
ReinerEckel.de

Trend: Siegervorschlag findet keine Freunde bei Zeitzerinnen und Zeitzern. Empfehlungen aus der Jury finden sich auch in der Umfrage wieder. Auch hier: Parkplätze wichtiges Thema. Kein Streitpunkt scheint der Standort des Denkmals.
Pünktlich wie angekündigt der Zwischenstand der Umfrage auf Eckels Art.
Eckels Art fragte:
Wie stehen Sie zum Denkmal? Hintergrund waren die bereits im Vorfeld des Wettbewerbs heftig geführte Debatte um eine eventuelle Änderung des jetzigen Standortes. Für die Mehrheit ist das Denkmal ohne Frage wichtig, allein am Standort hängen nicht so viele Menschen, wie man vermuten könnte. Bisheriges Ergebnis.
Düstere Bilder für die Gewerbetreibenden im Zentrum werden herauf beschworen, wenn es darum geht, über eine Reduzierung der Anzahl von Parkplätzen nach zu denken. Deshalb fragten wir Was ist Ihre Meinung zu den Parkplätzen?
So verbissen sehen das zwar nicht alle, doch über die Bedeutung ausreichende Kurzzeitparkplätze gibt es keinen Streit.
Ist dann noch die Frage nach welchem Entwurf aus dem Wettbewerb nun die Planung in Angriff genommen werden soll. Hier scheiden sich die Geister. Das war bereits in der Presse strittig und in vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern wird deutlich: der Gewinnerentwurf hat in Zeitz keine Freunde gefunden. Wir fragten:Welcher Entwurf gefällt Ihnen am besten?
Spannend zu sehen: offensichtlich haben sich nur zwei Drittel der Stimmenabgeber die Entwürfe im Gewandhaus angesehen. An der Stimmabgabe zur Frage nach dem Entwurf hat ein Drittel der Beteiligten keine Stimme abgegeben.
Dafür ist ja noch Zeit. Also, beim nächsten Eiscafébesuch oder mit dem Apothekenrezept einmal um die Ecke ins Gewandhaus gucken. Die Umfrage bleibt noch bis 20. Juni offen.
Zeitzer Bürgerinitiative "Lärmschutz für die B2n" macht mobil. Freitag zwischen 17.00 und 18.00 Uhr macht der Protest die B2n dicht. Aufruf gestartet.
Die Zeitzer Bürgeriniative "Lärmschutz für die B2n" ruft zur Unterstützung auf.
Hier der Originaltext des Aufrufes:
Aufruf zur Protestveranstaltung
Die Bürgerinitiative (Lärmschutz entlang der B2n) ruft alle Bewohner des betroffenen Gebietes und auch alle Sympathisanten auf, durch ihre Teilnahme unserer Forderung nach Lärmschutz entlang der B2n mehr Nachdruck zu verleihen.
Da unsere Bemühungen bisher noch keine Früchte getragen haben, wollen wir mit dieser Aktion auf unsere Belange aufmerksam machen.
Wir konnten die Sperrung der Ortsumgehung für einen Abschnitt an der Wendeschleife der alten B 2 erreichen und benötigen nun auch Ihre Unterstützung. Es ist sehr wichtig, dass sich so viele Bürger wie möglich mit Plakaten und Transparenten vor Ort einfinden, damit unser Protest ernst genommen und hoffentlich auch etwas bewirken wird.

Wir rufen auch die Bürger von Nonnewitz auf, besonders diejenigen, die insgesamt über 200 Widersprüche für einen wirksamen Lärmschutz entlang der geplanten Ortsumfahrung B 91 Theißen an die Landesverwaltung gerichtet haben, sich an unserer Protestaktion zu beteiligen.
(Presse, Rundfunk und Fernsehen sind über die Protestveranstaltung informiert)
Termin: Freitag 27.Mai.2011 von 17:00 bis 18:00 Uhr
Treffpunkt: Wendeschleife an der alten B 2 (Roter Berg)
B2/B2n Abfahrt Zeitz Süd
(1. Abfahrt Zeitz aus Richtung Gera kommend)
> Parkmöglichkeiten bestehen entlang der alten B 2 Richtung Gera
Das Blog zum Sonntag ist heute die Umfrage zur Neugestaltung des Zeitzer Altmarktes. Die werde ich zur Erinnerung einmal die Woche veröffentlichen.
Die Diskussion zur Umgestaltung des Zeitzer Altmarktes ist in vollem Gange. Eine hohe Beteiligung der Zeitzerinnen und Zeitzer ist auch wichtig, weil es ja doch ein paar strittige Fragen gibt. Bitte lesen Sie hierzu auch die beiden Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung „Künftiger Marktplatz wird vorgestellt“ und „Offen, weit und gute Stube„.
Heute nun meine Umfrage in drei kurzen Frageblöcken, für die Sie wenige Momente brauchen.
Gut ist natürlich dran, wer sich die Gestaltungsentwürfe im Gewandhaus bereits angesehen hat. Wenn Sie das noch tun wollen, hier die Öffnungszeiten: Mo – Fr 9.00 bis 17.00 Uhr / Samtag 9.00 bis 13.00 Uhr.
Ich halte mich bewusst mit meinen Ansichten an dieser Stelle zurück und bin sehr auf Ihre Meinung gespannt.

"Ein schönes Gesicht für Zeitz in Aussicht", schrieb BettyM zum Artikel in der MZ zu Gestaltungsvorschlägen für den Altmarkt. Ein breite öffentliche Diskussion der Zeitzerinnen und Zeitzer wäre jetzt gut.
Das tut gut, wenn sich Leserinnen auch einmal offen positiv äußern. Zur möglichen Umgestaltung des Zeitzer Altmarktes gab es bereits im Vorfeld genügend negative Schlagzeilen. Solche weiter zu erzeugen können sich nicht einmal manche Stadträte noch während der Ehrung des Wettbewerbspreisträgers nicht verkneifen. Es wird Zeit, denen Paroli zu bieten.
Zum Wochenende gibts am Blog hierzu eine Umfrage.
Ich würde mir endlich einmal eine vernünftige öffentliche Debatte wünschen. Dabei wäre als Ausgangslage Einigkeit darüber gut, dass dieser Altmarkt mitten im Herzen der Stadt dringend sanierungsbedürftig ist. Und: das Denkmal bleibt jedenfalls erhalten.

Die ausgestellten fünf Entwürfe haben allesamt einen Preis, mindestens Anerkennung verdient. Es lohnt sich für Zeitzerinnen und Zeitzer sich diese Pläne einmal unbefangen anzusehen. Die Juroren haben mit dem Entwurf des halleschen Büros eine gute Wahl getroffen, finde ich. Es wird ja für den Einzelnen eine Geschmacksfrage sein, welche Variante ihn anspricht.
Für mich wäre der 2. Preis des Zeitzer Architekturbüros Geyer auch ein Favorit. An beiden Entwürfen gäbe es aus meiner Sicht diese und jene Nivellierung, aber das sollten wir den letztlich Fachleuten überlassen.
Was ich am Preisträgerentwurf faszinierend finde ist der Umgang mit dem Denkmal. Er holt es vom hohen Sockel herunter in unser Heute, hin zu den Menschen. Er stellt es leicht erhaben mitten unter uns. Hier werden wir durch die Nähe die Mahnung der Figurengruppe vollkommen neu empfinden.

Es wäre so sehr zu wünschen, dass gerade die Diskussion um den Standort dieses Denkmals ohne ideologische Barrieren geführt werden kann.
Die Zeitzer Stadträte werden allein mit den Finanzierungsfragen jede Menge zu diskutieren und zu entscheiden haben.
Bereits jetzt gibt es viele Stimmen, die eine Umgestaltung allein aus Kostengründen in Frage stellen. Doch es geht auch darum, sich vorzustellen, wie unsere Stadt einmal aussehen soll, wie lebenswert sie in 50 Jahren noch sein kann. Das Ziel, den Kern der Stadt für die nächsten Jahrzehnte zu einem homogenen Quartier zu entwickeln finde ich richtig. Diesem Ziel mit Argumenten heutiger Überalterung und Abwanderung zu begegnen oder mit der Frage ob das Denkmal hier oder dort steht ist dabei wenig hilfreich.
Das Blog am Sonntag. Der Wochenblick sieht neben magischen auch ganz andere Momente. Frau Merkel im Abseits und CDU-Kandidaten in peinlicher Geberpose.
Zum Wochenende hin war einiges an magischen Momenten. Freitagabend verzaubert uns Jan Garbarek mit dem Hilliard Ensemble in der Halleschen Marktkirche. Laß dich auf diese Musik ein und dir ist als sähest du von außen in dein Innerstes. Ganz tief in deine Seele blickst du und erlebst Musik, bis zu jenem körperlichen Schmerz der dich empfindlich macht für jede Schwingung.

Das ist der beste innere Zustand für die Magie des Lichtes beim Zeitzer Lichterfest am Samstag. Etwas abseits der Bierzelte und donnernden Eventbühnen wischen tausendfach leise zitternde Lichter die Schatten der Bäume weich. Milde und freundlich sind die Menschen gestimmt. Du siehst es am Glanz in ihren Augen. Versöhnliche Zeiten nach dem Besuch der lauten Bühne am Johannisteich.
Keinen magischen Moment diese Woche hatte der Welt mächtigste Frau. Die Kanzlerin schwächelte in einer nicht unwichtigen Sekunde. Sie erlag dem Druck, Barak Obama und Amerika aus der deutschen Isolation heraus ein Zeichen zu geben. Das wäre nach Westerwelles desaströser Außenpolitik nötig, aber doch nicht so. Sie freue, dass es gelungen ist Bin Laden zu töten! Das hört sich an als habe sie den Tod als politisches Ziel verfolgt. Die mächtigste Frau der Welt ohne Moral, ohne Würde ohne Stil.
Unwürdig auch das Verhalten der drei CDU-Abgeordneten im Landtag, schon für den März Diäten zu kassieren. Insbesondere der Abgeordnete Czapek aus dem Zeitzer Wahlkreis erlag wohl der Magie der Verlockungen.
Nicht genug, dass er naiv und euphorisch genug war, die Folgen zu übersehen. Schon die Absicht, das Geld im Wahlkreis zu spenden zeugt von wenig Feingefühl, schließlich ist das Steuergeld aus dem Landeshaushalt. Zumal Herr Czapek ankündigt, die Gemeinde zu bedienen, in der er selbst Mitglied ist. Ganz und gar kühle Unverblümtheit ist allerdings die Spende an sich.
Denn mit einer Spende verschafft sich Herr Czapek mit moralisch bedenklich erworbenem Geld auch noch einen Steuervorteil. Seine naive Euphorie hat ihn wohl übersehen lassen, dass Spenden steuerlich absetzbar sind. Nicht gerade ein magischer Moment.