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Reiner Eckel


Mittwoch 8.Juni - 21:51 Uhr

SPD: Den Altmarkt schön aber zweckmäßig gestalten.

Zeitzer SPD-Ortsverein berät Gestaltungsentwürfe für den Altmarkt. Preisträger ohneFavoritenrolle. SPD hält vor der Planung Grundsatzdebatte für geboten.


Zeitz I Eine „Mischvariante“ ist das, was sich die Zeitzer Sozialdemokraten bei der Neugestaltungdes Altmarktes vorstellen könnten. „Einen gesunden Mix aus schön und zweckmäßig,“ habe keinerder Entwürfe allein. Deshalb werde eine geschickte Verbindung aus Teilen der Gestaltungsentwürfedes Zeitzer Büros Geyer (2. Preis) und des Entwurfes aus Köthen favorisiert, heißt es ineiner Pressemitteilung.

 

 

Der Ortsverein hatte gestern (6.6.) seine Mitgliederversammlung mit einem Besuch der Ausstellungim Gewandhaus eröffnet und die Entwürfe diskutiert. Keine Zustimmung fand der Preisträgerentwurf. Es sei offensichtlich, stellte der Ortsverein fest, dass hier Fachleute nach „Maßstäben der reinen Lehre“ bewertet hätten. Zeitzer Belange und örtliche Entwicklungen sieht die SPD jedoch am ehesten im Entwurf berücksichtigt, der den 2.Preis erhielt. Das mache sich schon an der Zahl der vorgesehen Parkplätze fest, deren ausreichende Zahl der Ortsverein für unabdingbar halte.

 

An diesem Entwurf hätte auch die Idee der Terrasse mit der kleinen Promenade gefallen. Das im Entwurf enthaltene Wasserspiel umzusetzenwird für nicht empfehlenswert gehalten. Es setze zwar spannende ästhetische Akzente, würdeauf die Dauer aber hohe Wartung- und Betriebskosten bedeuten. Hier wird die SPD stattdesseneine Ergänzung mit der Flächengestaltung aus dem Köthener Entwurf und eine maßvolle Erweiterungvon Parkmöglichkeiten empfehlen.

 

Kein Problem sehen die Sozialdemokraten darin, für das Denkmal einen anderen repräsentativenStandort auf dem Altmarkt zu wählen und es so „etwas näher an die Betrachter zu holen“. Mit ihren Einschätzungen läge die SPD auch nahe bei den Zwischenergebnissen aus einer Umfrageim Internet.

 

Abschließend weist der Ortsverein auf die notwenige Grundsatzdebatte hin, bevor die Planungeingeleitet werde. Der Investitionshaushalt der Stadt könne zwar die Finanzierung des ProjektesAltmarktumgestaltung unter Einbindung von Fördermitteln sichern. Es müsse jedoch klar sein,dass dann sowohl an wichtigen baulichen „Dauerproblemen“, als auch „manch kreiselförmigerVerwaltungsidee“ noch länger Geduld aufgebracht werden müsse.

 

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