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Reiner Eckel


Samstag 14.April - 21:31 Uhr

Da geht welchen ein falsches Licht auf.


Zum Thema zwei Weihnachtsmärkte in Zeitz. Zwei! Ein Witz und zwar ein schlechter.


"Der Anfang ist gemacht, der Weihnachtsmarkt soll immer am Tag vor Nikolaus beginnen. Die Frage nach dem feststehenden Ende ist noch offen," schreibt die Mitteldeutsche Zeitung zum leidigen Thema zwei Weihnachtsmärkte.

 


Es steckt in dem Satz noch eine andere Wahrheit. Machen die Stadtvertreter so weiter, steht es tatsächlich fest - das Ende. Für den Markt in der Weihnachtszeit in der Innenstadt mindestens. Was für ein Schwachsinn. 

Dem aufmerksamen Beobachter der Szene ist wohl nicht entgangen, wie stiefmütterlich inzwischen die Frage Weihnachtsmarkt in der Stadtverwaltung behandelt wird. Inzwischen werden die Stände ziemlich lieblos hingekleckert. Die großen Zwischenräume von Stand zu Stand sind ohne sichtbare Freude oder gar Phantasie gefüllt, von gestaltet kann nicht gesprochen werden. Die Denke scheint klar: wir wollen den nicht, wir wollen den im Schlosshof.


Gerne sage ich das nicht, aber das ist typisch. Gegen jede Vernunft werden auch noch die Reste an möglichen kleinen Impulsen für die Innenstadt weggeräumt. Der einzige Gedanke der dahinter steht kann nur sein, ein paar mehr Euro aus Eintrittsgeldern und Standgebühren zu lutschen. Das ist der vollkommen falsche Weg. Eine Stadt wird nicht gesund aus Eintrittsgeldern und Gebühren. Schon garnicht, wenn übers Jahr alles falsch gemacht wird was nur geht, um Menschen in die Stadt zu holen, das Marketing am Boden liegt und die Innenstadt verödet. 

Jeder halbwegs Begabte wird angesichts solcher Entwicklungen nicht auf die Idee kommen, einen traditionellen Markt aus der Stadt zu nehmen. Sich damit zu brüsten, dass in den Schlosshof mehr Besucher kommen müsste erstrecht zu ernsthaften Überlegungen führen, wie der Weihnachtsmarkt im Zentrum neu aufgestellt und belebt werden kann. Nun den Verhandlungen aufzustampfen und auf dem Schlosshofmarkt zu bestehen mit dem Ergebnis, dass es zwei Märkte gibt ist naiv. "Doppelt hält besser" ist hier die falsche Formel. Stadtverwalter, die glauben, sie könnten mit Gebühren, Eintrittsgeldern und Mieten auch nur irgend etwas an Wirtschaftskraft ankurbeln haben nicht verstanden worum es geht. Und sie bleiben Verwalter, mehr nicht.
Es wird Zeit, dass einigen Verwaltern endlich ein Licht aufgeht. Nicht nur zu Weihnachten und möglichst nicht das falsche.


Tags: Zeitz Moritzburg Markt 

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