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Alte Schule neu verpackt. Guttenbergs in Bildern die die Welt nicht braucht.

Der charmante Minister und Gatte und die charmante Gattin und Mutter an der Front. Die „mutigste Frau“ titelt Bild. Denen geht es aber doch um etwas anderes. Das ist doch ganz alte Schule neu aufgelegt.

Das Volk daheim milde stimmen. Vom Volk daheim geliebt werden. Darum geht es Guttenbergs in Afghanistan. Den Müttern, die nicht nach Afghanistan reisen können ein „wir machen das schon mit deinem Jungen“ einhauchen: „Guck mal, mein Gatte ist auch hier und ich obhüte deine Söhne und deinen Gatten“. Eben gerade so als gehören kriegsähnliche Zustände wie selbstverständlich zum Leben.

Und wer es dann noch immer nicht glaubt, dem wird zum Ministerliebgesicht noch aus dem allabendlichen Sehvergnügen ein stubennahes Versöhngesicht präsentiert, etwas Kern(er)iges halt. Und direkt von zu Hause, mitten aus der trauten abendlichen Fernsehrunde entrissen mitten hinein in die Gefahr. Das sind Bilder, die die Welt nicht braucht. Guttenbergs brauchen sie. Eine kern(er)ige Einschaltquote braucht sie.

Ja doch, sie opfern sich auf unsere Minister, deren Gattinnen, die Prominenten. Wie die Soldatinnen und Soldaten. Pflicht ist Pflicht. Dienst ist Dienst. Das sind Bilder, die die Welt nicht braucht. Guttenbergs brauchen sie. Show ist Show.

Fern der Heimat machen sie ihre Arbeit, macht ihr daheim eure, hütet Kinder und Haus. Bleibt voller Hoffnung und milde gestimmt. Das sollen die Bilder sagen, die die Welt nicht braucht.
Ihr dürft auch vor Rührung weinen angesichts der Bilder von sich in Gefahr bringender Ministergattin und Deutschmutter, dem geschniegelten Kümmerminister und Kriegsgatten. Lasst euch ruhig einmal gehen daheim. Lasst euch anrühren. Gebt den Gefühlen freien Lauf. Nur nehmt es hin. Bleibt milde gestimmt. Darum geht es in den Bildern, die die Welt nicht braucht.

Sie, Guttenbergs und die Bilder, die die Welt nicht braucht werden ihre Bewunderer finden. Darum geht es.

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