ECKEL's ART | Die schlichte Wahrheit auf Plakaten.
Ausstellungen, Sehenswürdigkeiten
Eckels Art,Zeitz,Kultur,Kunst
2893
post-template-default,single,single-post,postid-2893,single-format-standard,ajax_updown_fade,page_not_loaded,,no_delay

BLOG

 

Die schlichte Wahrheit auf Plakaten.

Wie selbst flache Botschaften einfache Wahrheiten vermitteln.

J

a, ich gebe es zu, ich bin ein gebranntes Kind. Drei Wahlkämpfe habe ich als Kandidat erlebt, den ersten erfolgreich, zwei waren Niederlagen. Tausende Plakate sind beklebt und verteilt, unzählige Tage damit verbracht worden, über die richtigen Sätze zu brüten, wummige Botschaften zu finden. Genützt hat das alles nichts. Jedenfalls nicht im Wahlergebnis.

Lag es an den Plakaten? Waren die Losungen nicht mitreißend? Traf ich den falschen Ton?

Heute weiß ich: Blödsinn, sich darüber das Hirn zu zermartern. Hinaus geworfenes Geld, PR-Agenturen mit der Entwicklung toller Slogans zu beauftragen. Diese Plakate haben andere Funktionen, als die zu überzeugen. Sie sollen erinnern. An den Wahltermin, an ein sympatisches Lächeln, an eine gute Eigenschaft. Und sie sollen diese Erinnerungen mit eben diesem einen Namen verbinden.

Doch was sagen sie uns noch, diese vom gemeinen Fußgänger ungeliebten und von den Medien als nichtssagend abgestempelten Ungetüme am Straßenrand? Jede Menge. Vor allem jede Menge Wahrheiten.

Zum Beispiel Peer Steinbrücks Feststellung:

sie haben es in der hand

Ja, natürlich habe ich es in der Hand. Am 22. September. Was denn sonst und wer denn sonst?

W

ir möchten Frau Merkel gerne glauben. Nach Umfragen tun das auch die meisten Deutschen. Wer wollte ernsthaft bestreiten, das Deutschland stark ist? Und wer wollte Frau Merkel absprechen, dass sie möchte, es bliebe bei einem starken Deutschland.

130828-merkel-plakat-661x372

Anders als bei Steinbrück liegt die Wahrheit hier allerdings hinter dem Plakat. Und ist typisch Merkel.

„Und soll es bleiben.“ Nach Merkels politischen Duktus heißt das: ich will so weitermachen. Sie denkt wie sie arbeitet:
Wenn ihr ein starkes Deutschland wählt, also mich, bleibt alles beim Alten.

  • Dann, ja, bleibt das Internet Neuland, besonders für mich.
  • Dann, nein, gibt es keinen Grund, USA-Geheimdiensten oder den eigenen zu misstrauen.
  • Dann, ja, werden etwa 15 Millionen Menschen in die Altersarmut rennen.
  • Dann, nein, braucht es keinen Mindestlohn geben.
  • Dann, ja, werde ich meine 30 Milliarden-Wahlversprechen nicht einlösen.
  • Dann, nein, wird vom Bundeshaushalt nicht viel übrig bleiben, denn dann, ja, werde ich vor das Volk treten und erklären, was uns Rettungsschirme wirklich kosten.

TAGS > , , ,

Post a comment