ECKEL's ART | Schlappe 22 Milliarden. Wenns nicht für die Banken wäre.
Ausstellungen, Sehenswürdigkeiten
Eckels Art,Zeitz,Kultur,Kunst
420
post-template-default,single,single-post,postid-420,single-format-standard,ajax_updown_fade,page_not_loaded,,no_delay

BLOG

 

Schlappe 22 Milliarden. Wenns nicht für die Banken wäre.

Der Euro-Schutzschirm. Land unter für die Steuerzahler. Oberwasser für die Banken? Was denken Sie denn. Frau Merkel und die Union rufen das Jahr des Vertrauens aus. Das macht mich misstrauisch.

Immer wenn Frau Merkel irgendwas ausruft werde ich misstrauisch. Was da so alles ausgerufen wird. Der Herbst der Entscheidungen! Die Bildungsrepublik Deutschland! Die Revolution in der Energiepolitik!

Und jetzt: Das europäische Jahr des Vertrauens! Gemeint ist der Euro-Schutzschirm. Das ich nicht lache.
Was passiert eigentlich in Euroland wirklich? Dieser Frage einmal mit dem Blick des Steuerzahlers zu beleuchten macht Sinn. Sozusagen aus der Froschperspektive. Schließlich geht es um Steuergeld.

Dass Deutschland schwächelnde Euroländer mit Geld unterstützt ist nicht neu. Nur, bisher war das privates Geld. Private Geldinstitute gewährten den Schwächelnden Kredite. Kredite in schwindelerregenden Dimensionen.

Nun wird an einem weiteren Beispiel namens Portugal deutlich wo die Reise hingeht. Frau Merkel verteilt an das Volk der Steuerzahler Beruhigungspillen die da heißen – strenge Auflagen. Diese Pillen mag ich nicht schlucken.

Was da passiert, es ist das alte Spiel von Zuckerbrot und Peitsche. Das Geld ist das Zuckerbrot und die harten Auflagen sind die Peitsche.
Ein zugehöriger Ritus zu diesem alten Spiel ist mindestens so alt wie das Spiel selbst.  Die Schwächelnden werden das Zuckerbrot nehmen und der Peitsche ausweichen wollen. Mit allen Mitteln. Was bleibt ihnen auch sonst.

Schließlich heißen die strengen Auflagen Sparen! Sparen um jeden Preis, koste es was es wolle. Das wirft die Frage auf, was da eigentlich zu erwarten ist. Was ist zu erwarten von einem Land, dass sein öffentliches Vermögen verhöckern, seine Sozialsysteme ausdünnen muss um zu sparen? Dass es mittelfristig wirtschaftlich auf die Beine kommt?
Nein, ich bin als Steuerzahler ziemlich sicher, was passieren wird. Die Euronen, die diese Länder unter dem Rettungsschirm irgendwann zur Tilgung der Verbindlichkeiten schaffen zusammen zu scharren,  wird an die Banken gehen bei denen sie verschuldet sind. Wer glaubt denn wirklich die kommen in den Steuersack zurück.
Praktisch faktisch heißt das – wir Steuerzahler kommen für die drohenden Ausfälle unserer  Banken hierzulande auf. Von wegen das Jahr des Vertrauens. Vertrauen ist das Zuckerbrot und die unvermeidbare Neuverschuldung wird die Peitsche sein. So siehts aus in der Bildungsrepublik. Da wird mir mit froschperspektivischem Blick des Steuerzahlers ganz schlecht.
Die anderen aber, die Banken sehen dem Treiben erwartungsvoll zu. Aus der Vogelperspektive.

http://webtv.bundestag.de/iptv/swf/xflv/showIt3.swf

TAGS > , , ,

Post a comment