ECKEL's ART | Sondierer mit falschen Sonden.
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Sondierer mit falschen Sonden.

Warum mich diese Sondierungsgespräche traurig machen. Und wütend.

S

o wie die zwei vermeintlich Großen zu den Sondierungsgesprächen aufmarschierten – als hätten Sie mit den Sonden das Richtige geortet.

Es hätten durchaus spannende Sondierungsgespräche werden können. Nicht wegen der unterschiedlichen Positionen in Sachen Steuererhöhungen. Nicht, weil man gespannt sein könnte, mit wie viel gesetzlicher Kraft denn nun eine Mindest-Lohn-Untergrenze ausgestattet und in welcher Höhe sie sich befinden wird. Auch nicht wegen des Streits um eine Bürgerversicherung oder dem Ja oder Nein zum unsinnigen Betreuungsgeld. Energiewende, Bildung…..ohne Zweifel sind das alles wichtige Fragen. Vor allem zum Überleben. Zum politischen Überleben. Um nicht weniger geht es, aber eben auch nicht um mehr. Was bleibt ist übliches Geplänkel. Angesichts der internationalen Lage beschämend.

Das macht mich erst traurig, dann wütend. Die Sondierer, sie haben ihre Sonden hinter machtpolitischen Scheuklappen verschanzt. Das Gesicht wahren, darum geht es. Keinen verschrecken. Bloß nicht die Parteibasis verschrecken und nicht die Wählerinnen und Wähler, sonst wird das nichts mit dem Gesicht wahren und dem politischen Überleben.

Während Frau Merkel jeden schwarzen Schwächler in der Steuerfrage zurück pfeift und Herr Gabriel seine Kompromissler vorschickt saufen hunderte Menschen im Mittelmeer ab, Tausende sind es jedes Jahr. Während um ein paar innenpolitische Meter gefeilscht wird packt die Bundeswehr in Afghanistan ihre Koffer, ohne das Ziel der Reise erreicht zu haben und in den Volkswirtschaften Europas brennt es weiter lichterloh.

Was aber und wer will Deutschland sein, in diesem Europa und in dieser Welt?  „Deutschland ist stark. Und soll es bleiben.“ Na klar.

Kein wichtiges Wort vernehmen wir während der Sondierungs- gespräche wahr. Jüngste Sechs-Augen-Gespräche der Parteichefs offenbaren: keines der Augen hat das wirklich Wichtige im Blick. Augen zu und durch. Als ginge uns das „da draußen“ alles nichts an.

„Da draußen“ stecken aber alleine in den Rettungsschirmen Europas zwei komplette Bundeshaushalte. Da draußen liegen die bröselnden Märkte des (ehemaligen) Exportweltmeisters Deutschland. Da draußen vernichten Diktatoren das eigene Volk mit deutschen Exportschlagern. Und keiner hat’s sondiert?

Das macht mich erst traurig, dann wütend.

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