ECKEL's ART | Volksversammlung und mediale Volksverblödung.
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Volksversammlung und mediale Volksverblödung.

Das Blog zum Sonntag // Ein Mutmann bei den Wutbürgern. Anders als in medialen Volksverblödungstalkshows gibts auf ehrliche Fragen ehrliche Antworten. Alles ohne Regiebuch.

Das tut doch mal gut. Ein Mutmann geht zu den Wutbürgern und spricht mit ihnen. Die erste Volksversammlung in Stuttgart war den „großen“ Medien, also den vermeintlich wichtigen,  kaum eine Notiz wert. Warum auch. Es war so undeutsch und gänzlich anders als die medialen Volksverblödungsformate, die täglich in die Wohnstuben flimmern. In den „großen“, also den vermeintlich wichtigen Medien.

„inspirierend“, „erfrischend“, „gut“ fanden die Menschen das, war in der taz zu lesen. Und diese Menschen sind Wutbürger! Während der Volksversammlung mit dem Grünen Kretschmann hatten sich 3.000 gegenseitig Beifall geklatscht oder ausgebuht. je nachdem ob Pro oder Kontra angehörig. Und danach fanden die das erfrischend und inspirierend?

Foto: Beytekin

Ja. Weil es auf ehrliche Fragen ehrliche Antworten gab. Weil ein Ministerpräsident nicht nur da war, beim Volk. Weil er nicht zu den Menschen gesprochen hat sondern mit den Menschen. Auf Augenhöhe. Weil es kein Drehbuch gab. Weil keiner vorher wissen konnte, was nachher passieren würde. Niemand wusste wann wer an die bereit stehenden Mikrophone gehen und was er fragen würde.
So wurde offenbar, dass ein Politiker auch eine gute Figur machen kann, ohne zuvor extra anberaumte Rhetorikseminare mit Bestnote ab zu schließen. Und, es gab eben nicht immer die glatte Antwort. Authentizität eben. Weil es nicht um Wählerstimmen oder um Einschaltquoten geht. Weil ein Ministerpräsident eben nicht den Seinen von oben auf die Schulter klopft nach dem Motto „wir machen das schon für euch“.

Am Beispiel 1. Volksversammlung wird deutlich und sogar wahrscheinlich, dass eine interessen-, parteien-, und problemübergreifende Kommunikation doch möglich ist. Wenn tatsächlich kommuniziert wird. Jedenfalls wenn nicht eine medial inszenierte Mediatorenrolle wie die des Herrn Geißler die richtigen und wichtigen Bilder für die großen, also vermeintlich wichtigen Medien das Ziel sind.
Ungefiltert durch die wohl gesetzten „richtigen und wichtigen“ Bilder und Kommentare der medialen Meinungsmacher kommen die Argumente direkt an des Wutbürgers Ohr. Mit etwas Glück sogar an sein Herz. Das wär doch mal ein Anfang für eine neue Politikkultur ohne mediale Volksverblödung. Das täte doch mal gut.

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