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Vom Steckenpferdreiten und wer vom Sattel fällt.

Das Blog am Sonntag. Allerhand in Bewegung geraten diese Woche. Manche reiten ihre Steckenpferde als Reiter ohne Kopf. Andere sind längst aus allen Satteln gefallen und kriegen die Füße in keinen Steigbügel. Zeit für ein Jahr des Volkes. 

Wenigstens hatte er im letzten Jahr nochmal das große Wort der Freiheit im Mund geführt als er, weinend vor Selbstrührung sich selbst als die Freiheitsstatue Deutschlands beschrieb. Angetreten als Steuersenker scheint er nun ganz in der Versenkung zu verschwinden. Guido Westerwelle gelingt nichts mehr. Seine Partei ist als Steuerpartei gescheitert, ihr Vorsitzender gesteht sich auch das Scheitern als Außenminister nicht ein.

Der Reiter ohne Kopf?

Nun hat Westerwelle auch noch Deutschland europäisch isoliert und international blamiert. Seine Zurückhaltung im Lybienkonflikt brachte ihm innenpolitisch keine Pazifismuspunkte wie erhofft und außenpolitisch verheerenden Autoritätsverlust. Nun entzieht ihm zu Hause die Partei auch noch das Vertrauen und sein Versuch, das anderen anzuhängen scheiterte kläglich.

Die nachrückenden Steckenpferdreiter machens nicht viel besser. Lindner will die unter Merkels Moratorium fallenden Meiler sofort stilllegen. Sprachs und disqualifizierte damit spontan als sein eigener Steigbügelhalter zum Aufstieg auf höchste FDP-Roß.

Lindner, noch zu jung für einen Putsch.

Doch, die Vorgänge in der FDP beschreiben indes gut, was seit Jahren in Deutschland den Volksparteien abhanden kommt und zunehmend übel genommen wird. Sie reiten ihre politischen Steckenpferde, koste es was es wolle.

Während irrsinnige Geschenke an Hoteliers und Energieriesen aus dem Handgelenk beschlossen und verkündet werden fallen mehr und mehr Menschen aus den Steigbügeln und kommen nicht mehr hoch. Darüber spricht niemand wo das doch zur Chefsache gemacht werden muss.

Das Jahr des Volkes.

Wenn in Deutschland fast jeder Fünfte das Schulziel nicht mehr errreicht, nur noch jeder Zehnte an die Sicherheit der Rente glaubt, trotz Arbeit den Staat zum Überleben braucht und pure Zukunftsängste die eigene Familienplanung dominieren, dann muss das die Tagespolitik bestimmen.
Doch es ist noch schlimmer. Während vor und erst recht nach den letzten Landtagswahlen das Hauen und Stechen um die Posten öffentlich zelebriert wird, lehnt das Parlament in Portugal die Sparmaßnahmen der Regierung ab und kuschelt sich unter den europäischen Rettungsschirm. Und auch das spielt keine Rolle in der politischen Debatte. Jedenfalls nicht die, die es spielen sollte obwohl das dramatische Folgen haben wird. Auch für Deutschland. Und in Deutschland ganz sicher genau für die Menschen, die fernab von Steigbügeln der Steckenpferdreiterei entfernt täglich sehen müssen wie sie klar kommen. Wir wollen doch nicht vergessen, wen das große Sparpaket der Bundesregierung am meisten betroffen hat.

Frau Merkel, die große Ruferin wichtiger Sätze wie „das Jahr des Vertrauens“ (bezüglich des Euro), es wäre an der Zeit das Jahr des Volkes auszurufen. Das wird dann wohl ein Jahrzehnt dauern.

In Sachsen-Anhalt budderjahnt es

Wo doch die CDU zeigen wollte wohin der Hase lofft. Künftig wird es also doch die Gemeinschaftschule im Gesetz geben. „Die von der CDU im Wahlkampf regelrecht bekämpft wurde?“ Genau die. In den wesentlichen von der SPD im Wahlkampf angekündigten Politikpunkten besteht inzwischen traute Eintracht zwischen den Koalitionären.

Nach einer Woche Verhandlungen für einen Koalitionsvertrag ist in Sachsen-Anhalt klar – Haseloff wird als Ministerpräsident der CDU sein Land sozialdemokratisch regieren. Ob die SPD davon profitieren kann wird sich zeigen. Bei den Wahlen vor zwei Wochen konnte sie das nicht. das muss ja nicht so bleiben.

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