ECKEL's ART | Wie wars denn so 2011?
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Wie wars denn so 2011?

Immer dasselbe je älter du wirst. Das Jahr geht hin, es fliegt so schnell. Ein persönlicher Rückblick mit den kleinen Ankern der Erinnerung.

Ach, eigentlich begann das Jahr gut, mit einem weißblauen Zauberwinter. Schnee bis zur Dachrinne, viermal täglich schwitzen beim Schneeschippen, aber schön wars.

Apropos schön. Das zeitige Frühjahr war hierzulande mit der Landtagswahl Auftakt ins Superwahljahr. Naja, super konnte Eckels Wahlergebnis selbst bei optimister Statistikbetrachtung nicht genannt werden, weit abgeschlagen Platz drei im Wahlkreis. Doch wie immer in Wahlkämpfen, was hängen bleibt sind die Dinge, die Spaß machten. Wunderbar das besondere Konzert im „Kürbiskern“. Was schön ist: noch heute darf die jungen Künstler im Marketing begleiten.

Im März freute mich rege Beteiligung an Blogs und Glückwünschen zum 80. Geburtstag von Joachim Hering. Spannend waren Anfragen von Menschen, die Joachim Hering noch aus Studententagen kannten, etwa Kinder seiner damaligen Vermieter.

Joachim Hering: Denker (Ausschnitt, Foto: eckels art)

Viel Licht und wenig Publikum.

Nicht ganz untypisch für unsere Stadt – kaum jemand bekam Fürst Pückler unterm Dach der Zeitzer Moritzburg mit. Eine wunderbare Ausstellung, die  Werkschau von Inge Götze aus Halle.

Was wohl alle bewegte in diesem bewegten Jahr, das Rauf und Runter in der Energiepolitik. Das atomare Drama in Japan hat auch hierzulande zum Umdenken geführt. Und zu Irritationen. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Von Klüften und Brücken.

Magische Momente gab es auch reichlich in diesem Jahr. „Bachmosphäre“ heißt alljährlich, wenn Leipzig Bach feiert. Auf dem Markt verzauberten in einer lauen Sommernacht mein Lieblingsjazzer Jan Garbarek und Band das Publikum. Schönen Zauber verbreitete auch in diesem Jahr das Lichterfest in den Seelen der Zeitzerinnen und Zeitzer.

Was diesen Sommer fast in Worten und Bildern nicht zu fassen ist, die Posse um den Zeitzer Altmarkt. Ganz Blindverwegene waren sich nicht einmal zu schade, sich am Denkmal für die Opfer des Faschismus anzuketten. Ein Trauerspiel. Debatten wie diese bedeuten Umleitung.

Dann kam dieser Sommer, der keiner war. Jedenfalls nicht für uns sonnenhungrige Küstenfahrer. So erlebten wir in diesem Jahr Norderney einmal anders. Dramatische Himmel, tobende See und beißende Sandstürme. Schön war es auch deshalb.

Pünktlich nach dem Urlaub kam die Sonne und die Trockenheit. Das hieß bei Eckels schwitzen ohne Ende bei Tiefbauarbeiten im Garten. 40 Kubikmeter Erde mussten raus. Beim Schaufeln Hitze und beim Schleppen Schlamm. Ein Sommer, der bei uns „Fuchsbrigade“ in Erinnerung bleiben wird.

Ins Schwitzen bringt uns in diesem Herbst auch der Euro und was in Euroland an Unsicherheiten, Rettungsschirmen, Hebeln und sonstigen Neuigkeiten hören und kaum noch verstehen.

Und noch? Die Momente, in denen du den Atem anhälst, erstaunt bist, erschrocken, erbost, zufrieden.

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